Wirtschaft und Ethik sind nicht wie Feuer und Wasser

24.11.2013

Vortrag und Diskussion der CDU Rhein-Sieg zum Thema „Werte in der Wirtschaft“ in Rheinbach

Auf Einladung der CDU-Kreispartei und des Arbeitskreis Wirtschaft und Energie der CDU Rhein-Sieg war der frühere Vorstandssprecher und heutige Aufsichtsratsvorsitzende der Commerzbank AG, Klaus-Peter Müller im Rhein-Sieg-Kreis zu Gast. Die gut 80 anwesenden Bürgerinnen und Bürger im Rheinbacher Mercedes-Benz-Autohaus erlebten an diesem Abend einen nicht nur interessanten Vortrag, sondern auch eine kontroverse Diskussion mit dem Gastredner. Der Abend stand unter dem Thema „Werte in der Wirtschaft“, zu dem die beiden Bundestagsabgeordneten Elisabeth Winkelmeier-Becker und Dr. Norbert Röttgen die anschließende Diskussion moderierten.

„Klaus-Peter Müller ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass die in der Öffentlichkeit oftmals tiefdunkel gezeichnete Bankenzunft auch über nahbare und kompetente Lenker verfügt. Wir können nach diesem Abend die Frage – inwiefern Wirtschaft und Ethik wie Feuer und Wasser zu einander stehen – mit einem klaren Nein beantworten. Ethische Grundsätze sind in ihr vielmehr unerlässlich und dass nicht nur theoretisch, sondern ebenso in der Praxis,“ sagten die Kreisvorsitzende Lisa Winkelmeier-Becker MdB und aus der Leitung des Arbeitskreis Wirtschaft, Frederic Tewes. „Wir als Partei der sozialen Marktwirtschaft sind eng verbunden mit der christlichen Sozialethik und daher gefordert hierfür auch politisch zu kämpfen, damit sich die Banken- und Finanzkrise in Deutschland und Europa in dieser Form niemals wiederholt.“

Müller verwies zuvor in seinem Vortrag vehement darauf, dass die Bankenkrise und das mit ihr einhergehende Misstrauen in die Märkte und der Vertrauensverlust der Anleger auch damit zu tun habe, dass heutzutage vielfach Seriosität und wertegebundenes Handeln nicht mehr genügend vorgelebt würden. „Die Entscheidungsträger müssen selber Vorbild sein, was bereits in der Familie anfängt. Der Schock sitzt auch bei mir noch tief, wie es zu den zahlreichen Fehlentwicklungen kommen konnte. Es erfordert ein Umdenken in allen gesellschaftlichen Bereichen. Für die großen Krisen in Europa sind neben den Banken selbst auch die Politik und die nach immer mehr Profit strebenden Anleger verantwortlich. Die Profitgier und stromlinienförmige Banker und Politiker müssen ein Ende haben", sagte Klaus-Peter Müller.

Im Anschluss ergab sich eine lebendige Diskussion zum Gegenstand des Abends, aber auch zu den aktuell diskutierten Themen Mindestlohn, Frauenquote und zu den Verbindungen von Wirtschaft und Politik.

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