Schwindende Finanzstabilität in Europa beunruhigt auch die Bürger

03.10.2011

Finanzpolitischer Frühschoppen von AK Wirtschaft der Kreis-CDU und CDA Rhein-Sieg

Zahlreiche interessierte Mitglieder und Bürger konnten der Arbeitskreis Wirtschaft und Energie der CDU-Kreispartei und die Christlich-Demokratische-Arbeitsnehmerschaft Rhein-Sieg (CDA) gestern zu einem finanzpolitischen Frühschoppen in Siegburg begrüßen. Unter dem Titel „Finanzstabilität in Europa – Wie gesund ist der Euro?“, diskutierte das Publikum rege mit Dr. Christian Bäumler,  Mitglied der CDU-„EURO Kommission“ zum kommenden Bundesparteitag und 1. stellv. CDA-Bundesvorsitzender sowie der hiesigen Bundestagsabgeordneten und CDU-Kreisvorsitzenden, Elisabeth Winkelmeier-Becker MdB.

„Es gibt wohl wenige Themen, die auch die Menschen in der Region aktuell derart umtreiben, wie es die aktuelle Eurokrise und die immer wieder neu aufzuspannenden Rettungsschirme für klamme EU-Mitgliedstaaten tun. Unser Ziel war es daher, die vielen besorgten Fragen der Bürger einmal zu sammeln und fachkundig zu diskutieren. Aufgrund der positiven Resonanz am heutigen Tage, hoffen wir, dass es uns gelungen ist, ein wenig Licht in die vielen Verästelungen der europäischen Finanzpolitik zu bringen.“ erklärten die CDU-Arbeitskreisleiter, Heidi Rahmel, Hans G. Knüttgen und Frederic Tewes und die CDA-Kreisvorsitzende Doris Leven.

Lisa Winkelmeier-Becker, die in der vergangenen Woche für den Rettungsschirm EFSF im Bundestag gestimmt hatte, begründete Ihre Zustimmung für diese Entscheidung und die finanzpolitischen Weichenstellungen der Bundesregierung so: „Mit dem EFSF werden die nötigen Instrumente geschaffen, um die Stabilität des Euro zu erhalten und das sowohl im Falle der Unterstützung eines Mitgliedstaates, als auch bei einer möglichen Staateninsolvenz.“ Mit den geplanten Maßnahmen gehe es gerade darum, das Vertrauen an den Finanzmärkten wiederherzustellen. Als Exportnation profitiere insbesondere Deutschland stark von Währungseinheit und -stabilität.

Christian Bäumler beleuchtete auch die sozialpolitische Seite, der aktuellen Diskussion um die Kompetenzen zwischen Mitgliedsstaaten und EU. Seiner Ansicht nach führt nicht nur an einer europäischen Wirtschaftsregierung, sondern auch einer EU-Sozialregierung kein Weg vorbei. Für das Arbeitsrecht müssten z.B. auch europaweite Mindeststandards gelten. So sei die soziale Marktwirtschaft auch einer der Exportschlager der Bundesrepublik, der zu einer starken europäischen Wertegemeinschaft führen könne.