Schulpolitik NRW: Junge Union Rhein-Sieg fordert Kehrtwende – Maßnahmenbündel für groß angelegte Qualitätsoffensive

11.11.2016

Über einen schulpolitischen Antrag der Jungen Union Rhein-Sieg entscheiden die Delegierten der CDU Rhein-Sieg auf ihrem Kreisparteitag am 12. November in Niederkassel. Darin fordern die jungen Christdemokraten klare Qualitätsstandards für die schulische Bildung, um eine persönlichere und qualitativ hochwertige Betreuung der Schüler zu ermöglichen. Dabei gehen sie auf die konkreten schulpolitischen Herausforderungen ein. Die Bundestagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende, Lisa Winkelmeier-Becker, sieht in dem Antrag eine wichtige Initiative für die Stärkung der nordrhein-westfälischen Schulen.

„Die ständigen Schulreformprojekte der Landesregierung und die Konzeptlosigkeit bei der Bewältigung von Herausforderungen belasten die Schüler, Lehrer und Eltern vor Ort. Dadurch ist die Qualität des Unterrichts auf der Strecke geblieben. Dem wollen wir gemeinsam mit unserer Mutterpartei entgegenwirken und eine Qualitätsoffensive starten. Lehrer sollen sich wieder mit voller Energie auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können: Das Unterrichten ihrer Schüler“, fordert Thomas Oster, Kreisvorsitzender der Jungen Union Rhein-Sieg, eine Kehrtwende in der Schulpolitik des Landes. Einen entsprechenden Antrag unter dem Titel „Schulen stärken - Potenziale nutzen“ hat die Junge Union auf dem anstehenden Kreisparteitag der CDU Rhein-Sieg am 12. November in Niederkassel gestellt. Dort werden die Delegierten über den schulpolitischen Antrag entscheiden.

Qualitätsoffensive für Lehrer, Schüler und Eltern – Schulische Herausforderungen angehen und Qualitätsstandards festlegen

„Wir stellen dabei klare Qualitätskriterien in den Mittelpunkt unseres Antrages, die eine ausreichende Zahl an Lehrkräften und Fachpersonal sowie materielle Ressourcen sicherstellen soll. So soll ermöglicht werden, dass Lehrer wieder stärker auf die Förderung jedes einzelnen Schülers eingehen können“, erläutert Oster weiter. Konkret fordern die jungen Christdemokraten, den landesweiten Unterrichtsausfall transparent und genau zu messen und mit zusätzlichem Lehrpersonal entgegenzuwirken. Beim Thema Inklusion möchten sie das Motto ‚Gründlichkeit vor Schnelligkeit’ etablieren. Erst wenn die entsprechenden finanziellen Mittel und das Fachpersonal zur Verfügung stehen, werden Schulen in die Lage versetzt, Kinder mit Förderbedarf in Regelklassen zu unterrichten. Daneben sollen Eltern weiterhin die Wahlfreiheit zwischen einer Förderschule und Regelschule haben. Um schulpflichtige Flüchtlinge schnell zu integrieren, setzt die Junge Union darauf, zusätzliche Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter zur Unterstützung von Lehrkräften einzustellen. Der Fokus soll dabei vor allem auf das Fach ‚Deutsch als Fremdsprache’ gelegt werden, da Sprache der erste Grundstein für eine gelingende Integration und folglich Bildung sei. Den grassieren Rektorenmangel an Grundschulen von 35 Prozent aller zu besetzenden Stellen wollen die jungen Christdemokarten ebenso angehen. Die tatsächliche Mehrarbeit von Rektoren soll ermittelt, die Leitungsstunden daran angepasst und angemessen vergütet werden. Außerdem fordert die Junge Union, dass das Land Modelle entwickelt, die flexible Wahl von Ganztagsangeboten an weiterführenden Schulen zu ermöglichen, ohne dass die gesamte Schule verpflichtend zur Ganztagsschule wird. Zudem wollen die jungen Christdemokaten die duale Ausbildung stärken und damit der rotgrünen Ideologie „Jedem sein Abitur“ ein Ende setzen, indem Berufskollegs gleichberechtigt zu anderen Schulformen ausgestattet werden. Damit alle Schulen ins digitale Zeitalter starten können, fordert die Junge Union außerdem das Land auf, seine Zuweisungen an die Kommunen über das aktuelle Maß hinaus deutlich zu erhöhen. Eine Verschärfung der ‚digitalen Spaltung’ soll so verhindert werden.

Wichtige Initiative für eine qualitativ hochwertige Schulbildung!

„Mit Schnellschüssen wie dem Programm 'Gute Schule 2020' möchte die Landesregierung die jahrelange Unterfinanzierung und -besetzung von Lehrkräften verdecken, mit den Lehrer, Schüler und Eltern zu kämpfen haben. Was es jetzt braucht, sind verlässliche und kontinuierliche Rahmenbedingungen, innerhalb dessen sich Lehrer wieder um die Qualität des Unterrichts kümmern können. Hier zeigt die Junge Union den richtigen Weg auf, um unseren Kindern die bestmögliche Bildung zu bieten", unterstreicht Lisa Winkelmeier-Becker die Bedeutung der Initiative der Jungen Union Rhein-Sieg.