Kreistagsfraktionen von CDU und Grünen fordern Bürgerinformationen in „Leichter Sprache“

15.01.2013

Das Thema Inklusion, also die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in den Alltag, darf nach Ansicht der Kreistagsfraktionen der CDU und der GRÜNEN nicht allein auf die bessere Integration in den Schulen beschränkt bleiben. Deshalb haben sie beantragt, dass die Kreisverwaltung prüft, welche der vom Rhein-Sieg-Kreis aufgelegten Broschüren und anderen Informationsmedien sich für eine Veröffentlichung in „Leichter Sprache“ eignen. Ein ausführlicher Bericht dazu u.a. auch mit der Ermittlung möglicher Kosten für die Umstellung soll im nächsten Ausschuss für Menschen mit Behinderungen vorgelegt werden.

CDU-Kreistagsabgeordneter Hans-Peter Feilen dazu: „Derzeit wird die Diskussion um Inklusion überwiegend auf den schulischen Bereich fokussiert geführt. Anliegen der Kreistagsfraktionen von CDU und GRÜNEN ist es, die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am Alltagsleben nicht auf diesen Aspekt zu beschränken, sondern deutlich zu machen, dass Inklusion als gesamtgesellschaftliches Thema alle Lebensbereiche betrifft. Das heißt, es ist Verpflichtung jedes Einzelnen und jeder „Institution“, dieses Thema zu befördern. Eine wichtige Aufgabe der Kreisverwaltung ist es, die Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Sieg-Kreises über Fachthemen zu informieren. Dies geschieht vielfältig durch Broschüren, Flyer und Internetseiten. Die sind stilistisch gut geschrieben – genügen aber nicht den Anforderungen an eine sog. „Leichte Sprache“.
GRÜNEN-Kreistagsabgeordnete Johanna Bienentreu erläutert diesen Begriff: „Als Fachbegriff ist unter „Leichte Sprache“eine besonders leicht verständliche sprachliche Ausdrucksweise zu verstehen. Sie erleichtert insbesondere Menschen mit einer Lernbehinderung oder einem kleinen Wortschatz das Verständnis von Texten. Damit dient sie auch der Barrierefreiheit. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Texte in „Leichter Sprache“ (fast) ausschließlich in Hauptsätzen geschrieben und durch viele Piktogramme und eingeschobene Begriffserklärungen ergänzt.“

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