Eine Sternstunde zum Thema Europa in der Krise – Konsequenzen für unser Vermögen heute und morgen

14.11.2016

Die Rhein-Sieg-Gespräche, veranstaltet von der Jungen Union und der Mittelstandsvereinigung (MIT) Rhein-Sieg sowie - in diesem Jahr - dem MIT Regionalverband Linksrheinisch (Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal, Wachtberg), fanden im Jahr 2016 im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis im historischen Schloss Miel statt.

Die Europäische Zentralbank will die Märkte weiterhin mit billigem Geld fluten, weshalb die Zinsen bei einem Leitzins von 0,05 Prozent quasi abgeschafft sind. Der Brexit verursacht einen weiteren Vertrauensverlust. All das bereitet Anlegern Kopfzerbrechen. Sie fragen sich, welche Strategien sie bei der Anlegung ihres Vermögens verfolgen sollen und was die Konsequenzen sein werden.

Dieses hochaktuelle Thema griffen die diesjährigen Rhein-Sieg-Gespräche, organisiert von Andreas Stolze, Leonhard Müller und André Anders, auf. Die Veranstalter hatten mit Emmerich Müller einen hochkarätigen Finanzexperten gewinnen können. Müller ist Vorstand und persönlich haftender Gesellschafter des 1674 gegründeten größten deutschen Privatbankhauses Metzler, Frankfurt/M.. Sein Vortrag traf mit „Europa in der Krise – Konsequenzen für unser Vermögen heute und morgen“ den Nerv der über 50 älteren und jüngeren Gäste. Im stilvollen Ambiente des 1772 erbauten Schloss Miel konnten der Vorsitzende des MIT Regionalverband Linksrheinisch Stefan Lütke und der Vorsitzende der Jungen Union Rhein-Sieg Thomas Oster zahlreiche Gäste begrüßen, unter ihnen auch den Landtagskandidaten für den linksrheinischen Wahlkreis Oliver Krauß und den Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler.

Emmerich Müller zeichnete zunächst die Entwicklung von Bankenpleiten, weltweiten Finanz- und Währungskrisen, die zunehmende Staatsverschuldung sowie deren Folgen auf und stellte die Frage: „Was macht man konkret in einer solchen Situation mit dem eigenen Vermögen?“ Die Antwort darauf, so Müller, sei einfach und schwierig zugleich. Es gelte insbesondere, die Risiken zu verteilen. In einer solchen diversifizierten Vermögensstruktur wären Sachwerte wie Immobilien, Gold und insbesondere Aktien von großer Bedeutung. Das gelte auch und gerade für Kleinsparer. „Aktien sind nicht so teuer wie Immobilien und immer noch niedrig bewertet. Diese dürfen aber nur in dem Maße im Vermögensportfolio vertreten sein, wie der Sparer auf den Betrag nicht dringend angewiesen ist. Das Risiko von Kursschwankungen muss für die bessere Rendite in Kauf genommen werden“, so sein Statement.

Wie groß das Interesse an diesem hochkomplexen und aktuellen Thema war, zeigte die anschließend lebhafte Fragerunde: Wie viel soll man in Aktien anlegen? Ist in Deutschland eine Immobilienblase zu erwarten? Wie baue ich eine solide Altersvorsorge auf? Welche Konsequenzen haben der Brexit, die Wahl von Donald Trump sowie die Politik der EZB? Diese und viele weitere Fragen wusste Müller kenntnisreich und für alle verständlich zu beantworten.

„Wir freuen uns sehr, dass wir heute Abend mit Emmerich Müller einen Top-Mann der deutschen Wirtschaft bei uns zu Gast haben durften. Das war ein toller und sehr informativer Abend auf hohem Niveau“ zog der Vorsitzende der MIT Rhein-Sieg Norbert Nettekoven das

Resümee einer gelungenen Veranstaltung. Auch die Teilnehmer waren sich einig, dass die Veranstaltung eine Sternstunde zu diesem komplexen Thema war.