CDU Rhein-Sieg trauert um Peter Hintze

30.11.2016

Die CDU Rhein-Sieg trauert um den Bundestagsvizepräsidenten Peter Hintze. Hintze, der mit seiner Familie in Bad Honnef lebte, starb am 26. November im Alter von 66 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit.

Peter Hintze hatte die Politik der CDU Deutschlands über ein Vierteljahrhundert an entscheidenden Stellen mitgeprägt. Seit 2013 Vize-Präsident des Deutschen Bundestages, konnte der aus Bad Honnef stammende evangelische Theologe und Pfarrer auf eine lange politische Laufbahn mit zahlreichen Partei- und Regierungsämtern zurückblicken. 1990 zog er erstmals als Abgeordneter für Wuppertal in den Deutschen Bundestag ein. Bereits 1983 wurde Hintze erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als er zum Bundesbeauftragten für den Zivildienst ernannt wurde. Von 1991 bis 1992 war er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Frauen und Jugend. Von 1992 bis 1998 war Generalsekretär der CDU Deutschlands.

Eines seiner einflussreichsten Ämter war der Vorsitz der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, den er seit 2006 innehatte. Bis 2013 diente er als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt. Auch international, vor allem auf europäischer Ebene, genoss Hintze großes Ansehen, unter anderem von 2002 bis 2015 als Vizepräsident der Europäischen Volkspartei (EVP) und bis 2005 als europapolitischer Sprecher und Vorsitzender der Arbeitsgruppe für die Angelegenheiten der Europäischen Union der Unions-Bundestagsfraktion.

Mit Elisabeth Winkelmeier-Becker, Dr. Norbert Röttgen und Andreas Krautscheid verbanden ihn neben der gemeinsamen Heimat vor allem die vielen gemeinsamen Jahre im Deutschen Bundestag und in den Gremien der CDU. „Gemeinsam mit Peter haben wir tolle Siege gefeiert aber auch fürchterliche Niederlagen analysiert“, erinnert sich Andreas Krautscheid, der ehemalige Generalsekretär der CDU NRW. „Ich habe ihn als freien Geist mit einem festen Standpunkt kennen und schätzen gelernt“, so Elisabeth Winkelmeier-Becker. „Wahre Freunde, wie Peter einer war, erkennt man in Zeiten, in denen es vielleicht mal nicht so gut läuft. Wenn die Schulterklopfer einen weiten Bogen machten, setzte er sich neben einen, gab kluge Ratschläge, spendete Trost und richtete den Blick voller Optimismus in die Zukunft. Das war ansteckend und wirkte aufbauend“, erinnert sich Dr. Norbert Röttgen.

In der Sache hart, aber im Umgang stets versöhnlich und voller Humor kämpfte Peter Hintze, wie schon sein großes Vorbild Martin Luther, für seine Positionen. In den großen gesellschaftspolitischen Diskursen unserer Zeit, vor allem zur Einführung der Präimplantationsdiagnostik und Sterbehilfe, argumentierte er weniger mit Parteitagsbeschlüssen als vielmehr mit den göttlichen Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Es waren die großen Dinge am Anfang und am Ende eines Lebens, für die sich Peter Hintze zuletzt mit all seiner Kraft und Klugheit politisch einsetzte. Dafür danken wir ihm und werden uns gerne an ihn erinnern. Peter Hintze wird uns fehlen.

Die Trauerfeier für Peter Hintze findet statt am 3. Dezember 2016 um 11.00 Uhr in der Ev. Erlöserkirche, Luisenstr. 15, 53614 Bad Honnef. Anschließend ist die Beerdigung auf dem Neuen Friedhof, Linzer Straße.

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