20.11.2011 - Kreis
Themengebiet: CDU
Gute Politikgestaltung erfordert die vermehrte Beteiligung von Bürgern und Mitgliedern
CDU-Kreisparteitag beschließt einstimmige Resolution gegen Umzug der KAS nach Berlin
Knapp 300 CDU-Delegierte aus allen Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises kamen Ende vergangener Woche zum 54. CDU-Kreisparteitag in Windeck zusammen. Für ihre außerordentlichen ehrenamtlichen Verdienste erhielt Brigitte Schnupp aus Sankt Augustin die Konrad-Adenauer-Medaille. Daneben stärkte die CDU die Beteiligung ihrer Mitglieder und bekräftigte den durch den Kreisvorstand eingeschlagenen Kurs eines stärkeren Dialogs mit den Bürgern. Einstimmig beschloss der Kreisparteitag eine Resolution zum Verbleib der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in der Region.
Die CDU-Kreisvorsitzende Elisabeth Winkelmeier-Becker MdB zog ein positives Resümee der Vorstandsarbeit im ersten Jahr nach ihrer Wahl zur neuen CDU-Kreisvorsitzenden. Insbesondere bei den Themen Schule, Energie, sowie Wirtschaft und Finanzen habe man verstärkt mit Interessierten debattiert und viele Anregungen für eine verbesserte Politikgestaltung erhalten. Diesen Weg wolle man auch im zweiten Amtsjahr fortsetzen. „Wir sehen die Notwendigkeit, die Mitglieder- und Bürgerbeteiligung weiter auszubauen. Nach den Beschlüssen des Kreisparteitags wird der Thinktank „Volkspartei CDU“ ab diesem Winter den Politikprozess und die Beteiligung der Bevölkerung vor Entscheidungen weiter analysieren und Maßnahmen zu deren besserer Einbindung erarbeiten. Die Ankündigung den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und unseren Mitgliedern beispielsweise in Foren zu stärken und bürgernäher arbeiten zu wollen, wird nun konsequent umgesetzt und mit fassbaren Inhalten gefüllt. Wer mitmachen will gute Politik zu gestalten, soll dazu auch die Möglichkeit erhalten.“, sagte Winkelmeier-Becker.
Die Sankt Augustinerin Brigitte Schnupp wurde auf dem Kreisparteitag mit der Konrad-Adenauer-Medaille der CDU Rhein-Sieg ausgezeichnet. Der CDU-Kreisverband ehrt damit einmal jährlich CDU-Mitglieder, die nicht nur in der Partei engagiert sind, sondern sich auch im sozialen und karitativen Bereich einsetzen und vermehrt ehrenamtlich tätig sind. So ist Brigitte Schnupp vor allem seit Jahrzehnten im Deutschen Kinderschutzbund in Sankt Augustin in leitender Funktion aktiv. „Die Preisträgerin zeigt mit ihrem Einsatz, wie man den christlichen Grundgedanken des gesellschaftlichen Zusammenlebens lebt, aus dem sich letztlich die christliche Soziallehre definiert“, so Winkelmeier-Becker in ihrer Laudatio.
Neben diesen Themen fassten die Delegierten eine einstimmige Resolution an die Leitungsgremien der Konrad-Adenauer-Stiftung, von den Umzugsplanungen nach Berlin und der damit verbundenen Schließung der Standorte Schloss Eichholz und Sankt Augustin Abstand zu nehmen. Der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Barthle MdB hatte zuvor einen Vortrag zur nationalen und europäischen Finanzpolitik und zur Stabilisierung der europäischen Währungsunion gehalten. Hierbei stand Barthle auch für zahlreiche Fragen der Delegierten zur Verfügung, wie z.B. zum komplexen „Hebelungsmechanismus“ des Rettungsschirms.
Schlagworte: Kreisparteitag, Brigitte Schnupp, Bürger- und Mitgliederbeteiligung, Norbert Berthle, Adenauer-Medaille