Zwangsverrentung mit 65 muss der Vergangenheit angehören

12.01.2015

Senioren Union Rhein-Sieg begrüßt Weise-Vorschlag zur Rentenflexibilisierung

Die Senioren Union der CDU Rhein-Sieg (SenU) begrüßt nachdrücklich die Initiative des Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, das Renteneintrittsalter weiter zu flexibilisieren, indem älteren Arbeitnehmern auf Wunsch ein längerer Verbleib im Erwerbsleben ermöglicht wird. Weise hatte zu Jahresbeginn gefordert: „Wer auf der einen Seite die Rente mit 63 einführt, muss für – leistungsbereite – Arbeitnehmer auch die Rente mit 70 möglich machen“. Entsprechende Forderungen hat die Senioren Union schon seit Jahren in zahlreichen Grundsatzpapieren und Programmen erhoben, sowie durch Anträge an die CDU in Bund und Land gerichtet.

Hierzu erklärt der SenU-Kreisvorsitzende, Wilhelm Gunkel: „In den vergangenen Jahren ist zunehmend in Wirtschaft und Politik die Abwendung vom Konzept einer Frühverrentung deutlich geworden. Diese Wende ist durch den steigenden Mangel an Facharbeitskräften verursacht worden. Um dieses Manko auszugleichen, stieg die Bereitschaft der Wirtschaft, bewährte Kräfte länger zu beschäftigen und die Gestaltung von Arbeitsplätzen den Anforderungen und Bedürfnissen älterer Arbeitnehmer anzupassen. Gleichzeitig häuften sich die Forderungen älterer und leistungsfähiger Arbeitnehmer nach einer Flexibilisierung der gesetzlichen „Zwangsverrentung mit 65“. Die zeitnahe Umsetzung dieser Forderung ist nun dringender denn je anzuraten.“ Die Senioren Union erwartet daher nun entsprechende Aktivitäten des Gesetzgebers.

Die SenU Rhein-Sieg weist darauf hin, dass der Wert der Potenziale älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger, sowie deren Effektivität für die Gesellschaft nie umstritten war. Deren bessere Nutzung hat daher der Bundestag bereits in der vergangenen Legislaturperiode auf Antrag der schwarz-gelben Koalition gefordert. Folgerichtig enthält auch der Koalitionsvertrag der großen Koalition das Ziel, Barrieren abzubauen, um ältere Menschen weniger auszugrenzen und deren Fähigkeiten besser in die Gesellschaft einzubeziehen und einzubringen. Dazu sollen insbesondere die bisherigen Altersgrenzen überprüft und gegebenenfalls verändert werden. Der Weise-Vorschlag greift also diese Zielvorstellung auf.