Wir müssen den Rückfall ins Vor-Penicillin-Zeitalter abwenden.

10.06.2015
Pressemitteilung
Wir müssen den Rückfall ins Vor-Penicillin-Zeitalter abwenden. Dabei ist es bereits 5 nach 12!
 

Diskussionsveranstaltung rund um das Thema Krankenhauskeime am 17.06.15 | Troisdorf

Vor genau 70 Jahren erhielt Alexander Fleming für die Entdeckung des Penicillins den Nobelpreis für Medizin. In seiner Rede anlässlich der Preisverleihung warnte er bereits vor der Gefahr der Resistenzbildung bei unkontrollierten Gebrauch von Antibiotika. Heute stehen wir vor genau diesem Problem, dass in weiten Teilen der Welt bereits ein katastrophales Ausmaß angenommen hat. Zu dem Thema Krankenhauskeime und Antibiotika-Resistenzen laden die CDU-Kreisvereinigungen der Frauen Union und der Senioren Union, der CDU-Arbeitskreis Gesundheit zusammen mit der Gesundheitsakademie Bundesregion Bonn ein:

„Krankenhauskeime – Angst haben oder ignorieren?“
Mittwoch | 17. Juni 2015 | 19.00 Uhr
Großer Vortragssaal | St. Josef-Hospital
Hospitalstr. 45 | 53840 Troisdorf

Wie gefährlich sind die viel gefürchteten Krankenhausinfektionen und was kann ich tun, um mich zu schützen? Nachgefragt bei den Experten Dr. Ernst Molitor, Oberarzt und Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemologie am Universitätsklinikum Bonn, Dr. Edith Fischnaller, Chefärztin des Zentralbereichs Hygiene und GFO und Prof. Dr. Franz-Walter Koch, Chefarzt der Abteilung Orthopädie (beide am St. Josef-Hospital). Leitung und Moderation liegen bei Dr. med. Hildegard Schneider, Kreisvorsitzende der Frauen Union Rhein-Sieg. Die Experten werden über die Bedrohung durch Krankenhauskeime und Hygiene- und Schutzmaßnahmen sprechen.

„Die Bedrohung durch eine Ansteckung mit sogenannten Krankenhauskeimen wird häufig überschätzt. In vielen Fällen ist nicht mangelnde Hygiene schuld, wenn bei einem kranken Menschen während der Klinikbehandlung eine gefährliche Infektion auftritt. Die Keime können mit dem Patienten selbst, der unbemerkt damit lebt, ins Krankenhaus kommen“, so Prof. Dr. Franz-Walter Koch. Fällt dann das Abwehrsystems aufgrund schwerer Erkrankungen aus, vermehren diese sich ungehindert und werden zu einer Gefahr.

„Krankenhauskeime können über die Händehygiene übertragen werden“, erklärt Dr. Edith Fischnaller. „Eine sorgfältige Händehygiene muss für Personal, aber auch für Patienten und Besucher zum Alltag gehören“.

Dr. Ernst Molitor: „Dazu kommt, dass derzeit eine größere Gefahr von antibiotikaresistenten Erregern ausgeht, vor allem den sogenannten multiresistenten gram-negativen Bakterien. Kommt es zu einer solchen Infektion, sind wir oft machtlos, da diese gegen Routine-Antibiotika resistent sind und so die Therapie von Infektionen erschwert ist.“

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu dieser Diskussionsveranstaltung eingeladen!