VRS prüft die Einführung eines länderübergreifenden SchülerTickets

05.10.2012

Zum 01.08.2012 hat der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) verbundweit das SchülerTicket eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler können damit die öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Verbundraum nutzen. Die Kosten für das SchülerTicket teilen sich der Schulträger und die Eltern, die einen Eigenanteil beitragen müssen.
 
Allerdings profitieren nicht alle im VRS-Gebiet wohnenden Schüler von diesem Ticketangebot: Für Schülerinnen und Schüler, die im Gebiet des VRS wohnen, aber eine weiterführende Schule im benachbarten Rheinland-Pfalz besuchen, gibt es bislang nicht die Möglichkeit, ein solches SchülerTicket zu erwerben.
Klaus Döhl, CDU-Kreistagsabgeordneter aus Bad Honnef, kennt dieses Problem von vielen betroffenen Familien, deren Kinder weiterführende Schulen etwa auf der Insel Nonnenwerth oder in Unkel besuchen. Auch Schüler aus Königswinter sind betroffen.
 
Da der Schulträger in Rheinland-Pfalz sich nicht an den Kosten eines SchülerTickets beteiligen würde, wird es für die Eltern jedoch teurer werden als in den Fällen, in denen die Kinder eine Schule in NRW besuchen. Dennoch wäre ein SchülerTicket erheblich billiger als die jetzt vorhandenen Ticketmöglichkeiten.
 
Oliver Krauß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU im Siegburger Kreistag und Vertreter des Kreises in den Gremien des VRS, konnte nun mitteilen, dass die zuständigen Gremien des VRS inzwischen einstimmig die Geschäftsführung beauftragt haben, ein Konzept für ein SchülerTicket zum Selbstzahlerpreis zu erarbeiten.
 
Ein solches Ticket könnte dann zugleich Schulabgängern angeboten werden, die bis zum Antritt ihres Studienplatzes oder Ausbildungsplatzes Wartezeiten überbrücken müssen, bisher aber auf keine adäquate Ticketlösung zurückgreifen können, obwohl sie in der Regel über kein eigenes Einkommen verfügen und insoweit dem Status eines Schülers vorübergehend gleichzusetzen sind.
 
fdR.
Ivo Hurnik
Pressesprecher

Schlagworte: Schülertickets