Tugce Gergin aus Siegburg

26.08.2014

Diesen Monat: Tugce Gergin aus Siegburg im Gespräch mit dem Kreismitgliederbeauftragten Simon Selzer

Können Sie sich kurz vorstellen?

Ich heiße Tugce Gergin, komme aus Siegburg und studiere Jura im 5. Semester. Nebenbei arbeite ich als studentische Hilfskraft im staatswissenschaftlichen Seminar der Universität Bonn.

Wieso haben Sie sich für die CDU entschieden?

Ich habe mich erst während eines Praktikums im Deutschen Bundestag für eine Mitgliedschaft entschieden. Ich konnte mich durch die neugewonnen Eindrücke von der Arbeit der CDU/CSU Fraktion und von den persönlichen Gesprächen mit vielen Abgeordneten, u.a. auch mit Frau Winkelmeier-Becker, davon überzeugen, dass die CDU die richtige Partei für mich ist. Als dann Generalsekretär Peter Tauber die Aktion "100 Tage, 100 Neue" startete, sah ich hierin das endgültige Zeichen, der Partei beizutreten. Hinzu kam dann noch das persönliche Gespräch mit Herrn Tauber, in dem wir beide die Ansicht vertraten, dass eine Volkspartei nun mal eben das breite Volk vertreten muss. Und dazu gehören auch die 20% an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Also sind sie in der CDU, um einen Teil des breiten Volkes zu vertreten?

Ja, aber nicht nur. Ich möchte nicht auf diese Zuwanderungsgeschichte reduziert werden. Ich bin in Siegburg geboren und lebe immer noch hier. Ich bin also waschechte Siegburgerin und habe in Bezug auf den Rhein-Sieg-Kreis somit keine Zuwanderungsgeschichte. Nein, mal im Ernst, mir liegt sehr viel an dieser Stadt und ich freue mich darauf, die politischen Geschehnisse mitgestalten zu dürfen.

Wie waren die Reaktionen auf Ihren Beitritt?

Sehr gespalten. Nachdem die CDU-Facebookseite und Herr Tauber einen Post über meinen Beitritt brachten, ging es los. Es gab viele Befürworter, aber auch viele Stimmen, die nicht verstehen konnten, wie jemand mit Zuwanderungsgeschichte und muslimischen Glaubens zu den Christdemokraten gehören wollte und will.

Können Sie sich denn mit dem C identifizieren?

Darüber wurde in den vergangenen Monaten so oft diskutiert. Ich denke, Gott hat mehrere Häuser. Es ist egal, ob Christ, Moslem, Jude, Buddhist, solange wir für dieselben Werte, wie Freiheit, Toleranz, Eigenverantwortung und Würde einstehen. Die CDU ist wertkonservativ, nicht strukturkonservativ.

Vielen Dank für das Gespräch.