Themenwoche der CDU Rhein-Sieg

29.05.2015
Pressemitteilung

Die "Sekundarschule/profilierte Gemeinschaftshauptsschule" ist ein Gewinn für Wachtberg

Im Rahmen der Themenwoche  JUGEND  HEUTE  der Kreis-CDU Rhein Sieg hat die CDU-Wachtberg am 29.05.2015 eine Podiumsdiskussion zum Thema "Sekundarschule /profilierte Gemeinschaftshauptschule" durchgeführt. Unter der Moderation des Wachtberger CDU-Vorsitzenden Jörg Schmidt wurden mit dem Rektor der Schule, Hendrik Heimbach, der Konrektorin Lioba Moor, der Landtagsabgeordneten Ilka von Boeselager und den Wachtberger CDU-Ratsmitgliedern Hilde Philippi und Volker Gütten, Eltern sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern die  Vorteile dieses Wachtberger  Schultyps  diskutiert.

Inhalte der Diskussion

In der dynamisch geführten Diskussion wurde sehr schnell deutlich, dass die Schule in Wachtberg im Rhein-Sieg-Kreis ein Alleinstellungsmerkmal hat und sehr erfolgreich in ihrer Arbeit ist. Das Besondere dieser Wachtberger Schule ist, dass die Kinder von der 5 bis zur 9 Klasse in Basis- und Erweiterungsklassen in den Haupt- und vielen Nebenfächern äußerst differenziert unterrichtet werden. Ziel der Basisklassen ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 10, während bei den Erweiterungsklassen auf den Besuch der Klasse "10 Typ B" die Fachoberschulreife hingearbeitet wird. Ein Wechsel zwischen Basis- und Erweiterungsklassen ist bis Klasse 9 bei Leistungsabfall oder -zunahme problemlos möglich. Ein weiteres Plus ist das in der Schule praktizierte Klassenlehrerprinzip in kleinen Klassen, dies ermöglicht eine  individuelle Förderung der Schüler.
Letztlich wurde herausgestellt, dass das große Plus der "Sekundarschule /profilierte Gemeinschaftshauptschule" in  Wachtberg ihre überschaubare Größe im ländlichen Raum ist, in dem  alle Akteure eng vernetzt sind.

Aber auch kritische Töne wurden in die Diskussion eingebracht. So wird  der Begriff „Hauptschule“, auch wenn es sich in Wachtberg um eine "Sekundarschule/profilierte Gemeinschaftshauptschule" handelt, als stigmatisierend empfunden. Auch die Lernanforderungen an den Realschulzweig und eine fehlende zweite Fremdsprache wurden von einigen Bürgerinnen und Bürgern als  Defizit empfunden. Hier wurde aber schnell deutlich gemacht, dass diese Punkte die derzeitige Gesetzeslage darstellen, und Verbesserungen nur über die Landesgesetzgebung erreicht werden können.

Die "Sekundarschule /profilierte Gemeinschaftshauptschule" in Wachtberg schreibt eine Erfolgsgeschichte

Die Schule ist im Bereich der Berufswahlkoordination sehr gut aufgestellt. Als Elemente des Berufswahlkonzeptes können z.B. die Berufsfelderkundungen und Schnupperpraktika im Jahrgang 8, die dreiwöchigen Betriebspraktika in den Klassen 9 und 10, die regelmäßige Beratung durch eine Mitarbeiterin der Arbeitsagentur an der Schule oder die Vernetzung mit den vielen regionalen Betrieben genannt werden. Der Schulleiter konnte berichten, dass viele Jugendliche (insbesondere die der Basisklassen) nach der Schule in eine Ausbildung gehen und von den Ausbildungsbetrieben sehr gerne genommen werden. Dies fördert die Schule, indem über Jahrzehnte  viele Kontakte und Kooperationen mit regionalen Betrieben gebildet wurden und fortlaufend gepflegt werden.

Darüber hinaus nehmen viele Absolvent/Innen der Schule die Möglichkeit wahr, an die Godesberger Berufskollegs oder Gymnasien zu gehen. Auf Grund des guten Rufs der Schule werden Wachtberger Schüler dort sogar bevorzugt aufgenommen. Das gute Leistungsniveau ermöglichte es in der Vergangenheit tatsächlich auch vielen Schülern, ihr Fachabitur oder Abitur zu erlangen. Hier kann sich diese Wachtberger Schule auf jeden Fall mit den umliegenden Realschulen messen.

Fazit und Ausblick

Jugendliche, die die "Sekundarschule/profilierte Gemeinschaftshauptschule" in  Wachtberg-Berkum besucht haben oder besuchen, brauchen jedenfalls keine Zukunftsängste zu haben. Sie werden durch die Schule bestens auf ihren weiteren beruflichen und schulischen Weg vorbereitet. Das hat die Podiumsdiskussion sehr deutlich gezeigt.

Perspektivisch angedacht wurde abschließend die Möglichkeit, in naher Zukunft einmal ehemalige Schülerinnen  und Schüler über ihre Erfolge gegenüber aktiven Schülern berichten zu lassen. Dies könnte auch ein Beitrag dazu sein, die Stigmatisierung des Begriffes "Hauptschule" aufzubrechen - in den Köpfen, aber auch in den Herzen aller Beteiligten.