Mittelrhein Appell: Die Konrad-Adenauer-Stiftung muss weiter in der Region

19.10.2011

Bei der ersten Sitzung mit dem neugewählten Vorsitzenden Axel Voss MdEP verabschiedete der Vorstand der CDU Mittelrhein am 14.Oktober 2011 anlässlich der Meldungen über eine Umzug der Konrad-Adenauer-Stiftung einstimmig diesen

Mittelrhein Appell: Die Konrad-Adenauer-Stiftung muss weiter in der Region bleiben!

Es ist unerlässlich, dass auch die Konrad-Adenauer-Stiftung(KAS) im Geiste des Bonn/Berlin-Gesetzes handelt und ein klares Signal für die Region gibt. Gerade wegen der fortdauernden Umzugsdiskussion über die Bundesministerien mit Sitz in Bonn ist es ein fatales Zeichen, wenn die unionsnahe politische Stiftung ihre historischen Standorte zugunsten Berlins aufgibt. Die KAS ist seit Mitte der 50er-Jahre in Sankt Augustin und Wesseling ansässig.

Eine Verlagerung der meisten Arbeitsplätze nach Berlin und die Aufgabe der beiden Immobilien würden auch dem Ansehen der CDU in der gesamten Region nachdrücklich schaden. Darüber hinaus wären von einem Umzug viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ihre Familien betroffen.

Gerade die CDU ist immer für eine föderale Struktur in Deutschland eingetreten. Es wäre deshalb genau das falsche Zeichen, wenn sich ausgerechnet die unionsnahe Stiftung – noch dazu ausgerechnet mit dem Bereich Politische Bildung – weiter zentralisiert. Ferner steht der Namensgeber der Stiftung, Konrad Adenauer, als ehemaliger Kölner Oberbürgermeister und Bürger von Bad Honnef wie kein zweiter für das Rheinland und einen föderalen Staat.

Die CDU Mittelrhein appelliert deshalb eindringlich an den Vorstand und die Mitgliederversammlung der Konrad-Adenauer-Stiftung:

• Der Stammsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin und das Bildungszentrum Schloss Eichholz in Wesselingmüssen erhalten bleiben.

• Die Konrad-Adenauer-Stiftung soll sich klar zu ihren historischen Wurzeln und den Standorten in der Region Mittelrhein bekennen.

• Die CDU Mittelrhein regt an, die Nutzung anderer wirtschaftlicher Möglichkeiten zu prüfen.

Der Bezirksverband der CDU Mittelrhein wird diesen Appell auch in die entsprechenden Gremien der CDU NRW einbringen.