MIT-Frühjahrsempfang 2017 - Wirtschaft im Wandel

11.05.2017

Beim Frühjahrempfang der MIT diskutiert Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost mit den CDU-Landtagskandidaten

Siegburg. Vor 21 Jahren wurde der Frühjahrsempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Rhein-Sieg vom damaligen Kreisvorsitzenden Hans-Günter Burgwinkel gegründet. Längst ist er eine der wichtigsten politischen Veranstaltungen im Rhein-Sieg-Kreis. Die MIT versteht sich als Stimme des Mittelstandes. Bei seinem Frühjahrsempfang präsentiert der Kreisverband Rhein-Sieg immer wieder prominente Redner und aktuelle Themen.

Der diesjährige Empfang stand ganz im Zeichen der kommenden Landtagswahl. Dementsprechend groß war das Interesse der zahlreichen Zuhörer. Der Kreisvorsitzende der MIT Norbert Nettekoven konnte zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft begrüßen, darunter die Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker, Landrat Sebastian Schuster und den Bürgermeister von Siegburg Franz Huhn. Nettekoven dankte insbesondere Andreas Stolze, Petra Kremer, Norbert Pischel, Martin Böhm und Ingo Hellwig sowie der Jungen Union für die Organisation und Unterstützung bei Durchführung der Veranstaltung.

Als Gastredner hatte die MIT den Staatsekretär a.D. Friedhelm Ost gewinnen können. Ost leitete die ZDF Wirtschaftsredaktion, bevor er unter Helmut Kohl Regierungssprecher und schließlich CDU-Abgeordneter im Bundestag wurde. Heute ist Ost als Journalist und in der Politik- und Wirtschaftsberatung tätig. Sein Thema beim Frühjahrsempfang: Wirtschaft im Wandel. Ein Thema, das nicht neu, aber im wieder aktuell ist. Denn die Wirtschaft befindet sich in einem ständigen Wandel. Branchen und Betriebe verschwinden, neue Fertigungsprozesse entstehen, andere Vertriebswege werden beschritten, viele Innovationen werden durchgesetzt. Dynamik und Flexibilität sind heute und morgen mehr denn je gefordert. Und das Tempo der Veränderungen nimmt weiter zu. Darauf müssen sich Unternehmer und Arbeitnehmer einstellen, sagte Ost. Denn insbesondere die Digitalisierung wird alles verändern, sie ist, so Ost, die größte ökonomische Revolution. Ein Prozess, der nicht nur Risiken, sondern auch große Chancen bietet. Damit der Mittelstand diese Herausforderungen meistern kann, sind nicht nur gewaltige Leistungen von Unternehmern und Mitarbeitern sowie hohe Investitionen erforderlich. Wichtig sind vor allem auch die politischen Rahmenbedingungen. Ost forderte die politisch Handelnden auf, diese Rahmenbedingungen zu schaffen. Es gehe nicht an, dem Mittelstand immer neue Lasten aufzubürden. Um NRW wieder auf einen kräftigen Wachstumskurs zu bringen , um neue Arbeitsplätze zu schaffen, dafür seien Steuersenkungen überfällig, dafür brauche es viele positive Impulse für eine gedeihliche Sozialpartnerschaft.

Wie diese Rahmenbedingungen in NRW geschaffen werden können, darüber diskutierte Ost im Anschluss mit den CDU-Landtagskandidaten Katharina Gebauer, Oliver Krauß und Björn Franken. Katharania Gebauer liegt die Bildungspolitik besonders am Herzen. Sie setzt sich darüber hinaus dafür ein, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärker zu fördern. Oliver Krauß sieht in der Mobilität einen der wichtigsten Standortfaktoren für die Wirtschaft . Er beklagte den enormen volkswirtschaftlichen Schaden durch permanente Staus. Neue Verkehrslösungen für NRW seien dringend erforderlich.

Für Björn Franken ist die Stärkung der Infrastruktur zentrales Thema. Sanierung von Straßen, schnelles Internet, schnellere Genehmigungsverfahren und Ausweis von Bauflächen seien wesentliche Voraussetzungen für den Abbau von Standortnachteilen in NRW.