Mauricia Siegler von Eberswald aus Bad Honnef

06.01.2015

Diesen Monat: Mauricia Siegler von Eberswald aus Bad Honnef im Gespräch mit dem Kreismitgliederbeauftragten Simon Selzer

Liebe Frau Siegler von Eberswald, können Sie sich kurz vorstellen?
 
Ich komme ursprünglich aus Uganda, lebe seit über 18 Jahren in Deutschland und fühle mich hier in Deutschland zu Hause. Meine Schullaufbahn war sehr abwechslungsreich. U.a. habe ich ein einjähriges High School Jahr in den USA absolviert und habe dann mein Abitur auf dem Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef gemacht. Danach habe ich eine Ausbildung als Fachangestellte für Medien und Informationsdienste bei der GIZ begonnen und werde sie nächstes Jahr abschließen. Ich mache seit über 10 Jahren Kampfsport, musste aber aufgrund von Abiturvorbereitungen und persönlichen Gründen pausieren und werde bald wieder mit dem Training weitermachen. Sonst laufe ich gerne Halbmarathon, interessiere mich für Sprachen, andere Kulturen und Geschichte, lese wirklich gerne Fantasy und historische Romane und zocke ab und zu noch ein wenig auf meiner (noch) PS2 FIFA und GTA. Die üblichen Hobbies wie Freunde treffen und Musik hören mache ich natürlich auch.

Warum interessieren Sie sich für Politik und sind Sie in die CDU eingetreten?

Mein Interesse für Politik ist in den letzten Jahren aufgrund von Erfahrungen und Begebenheiten im In- und Ausland gewachsen. Ich habe mir immer öfter die Frage gestellt, wie Politik eigentlich bei uns funktioniert und wie ich mich engagieren kann. Anschließend habe ich recherchiert und bin dann auf die Junge Union Bad Honnef gestoßen. Der Kontakt war schnell hergestellt und ich habe begonnen in die Politik rein zu schnuppern. Nach einer Weile habe ich mir die CDU genauer „angeschaut“ und mir war sofort klar, dass ich gerne in diese Partei eintreten möchte. Sie hat einfach am besten zu mir gepasst.

Welche Reaktionen gab es in der Partei und in Ihrem privaten Umfeld auf Ihren Eintritt in die CDU?

Soweit mir bekannt ist nur Positives. Meine Eltern finden es sehr gut, dass ich mich politisch engagiere, solange ich natürlich nicht meine berufliche Ausbildung vernachlässige. Auch von meinen Freunden habe ich nur Gutes gehört.

Wenn Sie es sich frei aussuchen könnten: welche Dinge sollten Ihres Erachtens dringend einmal angepackt werden?

Also ich wüsste viele Themen, die angepackt werden sollten. Ein Thema ist für mich die Rente. Ich mit meinen 22 Jahren denke eher, dass ich in 50 Jahren vielleicht keine Rente mehr so beziehen kann wie vielleicht jetzt meine Eltern. Ich finde das sehr ungerecht und deshalb wünsche ich mir eine Rentenreform. Jeder weiß schließlich, dass unsere Bevölkerungsstruktur das Rentenmodell, wie es nun mal zurzeit ist, nicht mehr langfristig halten kann. Außerdem ist sicherlich für uns alle die Sicherheit - sowohl die Innere als auch die Äußere - besonders wichtig. Zurzeit erstarken die Rechten und extremistischen Kräfte und werden genährt von Hass und Angst. Ich wünsche mir sehr, dass die Politik Ängste nehmen kann und dass Hass und Wut hier keinen Platz haben. Auf allen Ebenen sollte solchen Kräften Einhalt geboten und im Zuge der neuen Flüchtlingswellen gezeigt werden, dass Deutschland ein Land ist, welches Menschen in Not, Hoffnung und Sicherheit spenden kann.

Welche Themen sollte die CDU in der Zukunft Ihres Erachtens besetzen?

Die CDU sollte sich neuen Begebenheiten anpassen und offen und vorausschauend an die Dinge herangehen. Wahlversprechen wie Steuergeschenke helfen den Menschen langfristig nicht weiter. Eine gute Gesundheitsversorgung in der Stadt und in ländlichen Gebieten sollte gewährleistet sein. Die CDU sollte dafür sorgen, dass jeder, der arbeiten geht, von seinem Einkommen leben kann und nicht drei bis vier Jobs benötigt, um irgendwie über die Runden zu kommen. Die CDU sollte noch mehr auf die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger hören und ihrem Namen als Volkspartei weiterhin gerecht bleiben.

Vielen Dank für das Gespräch.