Konkrete Planungen zur Rheinquerung müssen bald folgen

17.03.2016
Pressemitteilung

Freude über Zustimmung zu Antrag der CDU-Fraktion Niederkassel
 
„Dies ist angesichts der überlasteten Infrastruktur in der Region endlich mal eine gute Nachricht für Niederkassel“ freut sich CDU-Fraktionsvorsitzender Marcus Kitz über die Nachricht aus Berlin. Dort war am Mittwoch mit dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) bekannt geworden, dass der von der CDU-Fraktion Niederkassel 2012 beantragten Rheinquerung im Niederkasseler Norden ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis attestiert wird. Eingestuft werden soll diese als „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“. „Hier müssen wir geschlossen bis zum Herbst beim Bundesverkehrsminister für eine bessere Einstufung werben, damit die neue Rheinquerung möglichst schnell die Brücken in der Region entlasten kann“ wirbt Marcus Kitz um Unterstützung.
 
Kitz weiter: „Nun müssen wir sehen, dass wir nicht nur eine Rheinquerung erhalten, sondern auch für Niederkassel möglichst viele Vorteile sicherstellen. Denn die Menschen vor allen Dingen in Ranzel und Lülsdorf werden eine Querung mit den notwendigen Anschlussstrecken nur akzeptieren, wenn sie auch selbst etwas davon haben. So muss neben einer umweltverträglichen Trasse und dem bestmöglichen Lärmschutz vor allen Dingen gewährleistet sein, dass wir auch ortsnah auf die neue Straße kommen und diese nicht als „Ufo“ in der Landschaft nur die Autobahnen rechts und links des Rheins miteinander verbindet.“
 
Der CDU-Verkehrsexperte denkt für die Straßenverbindung an eine Lösung ähnlich der L150 zwischen Brühl-Nord (A 553) und Godorf (A 555): „Eine solche Variante mit zwei Spuren pro Richtung aber ohne Standstreifen und breiten Mittelstreifen würde einen guten Verkehrsfluss zwischen den beiden Autobahnen ermöglichen und gleichzeitig weniger Verkehr anziehen als eine Autobahn. Auch wären so mehr Anbindungen an das bestehende Straßennetz möglich während die Trasse durch den geringeren Querschnitt weniger Fläche beanspruchen würde. Und für den Bund wäre die Sache deutlich billiger als eine echte Autobahn, was wiederum die Realisierung deutlich wahrscheinlicher werden lässt.“
 
Daneben ist Kitz auch die Schienenanbindung besonders wichtig: „Auch hier müssen wir darauf achten, dass wir als Niederkasseler die Möglichkeit bekommen, eine Stadtbahn linksrheinisch an das Kölner Stadtbahnnetz und auf Niederkasseler Seite an das bestehende RSVG-Gleis in Lülsdorf anzuschließen, um Niederkassel endlich an den Schienenpersonennahverkehr anzubinden. Die SPD Niederkassel muss dabei nun endlich Farbe bekennen, wie sie zu dem Projekt einer neuen Rheinquerung als Kombination aus Straße und Schiene steht.“
 
Die Einstufung als „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ ermöglicht, dass die Planungen für die Querung und die Anschlussstrecken losgehen können, sofern der endgültige BVWP zum Jahresende die Einstufung beibehält. Insbesondere das sehr gute Nutzen-Kosten-Verhältnis von über zehn lässt auf eine zügigere Planung hoffen. Denn dies heißt, dass mit jedem investierten Euro über zehn Euro erwirtschaftet werden.
 
Bis eine neue Rheinquerung tatsächlich genutzt werden kann, vergehen auf alle Fälle noch etliche Jahre. Zunächst ist die Endfassung des BVWP abzuwarten. Sofern die Einstufung beibehalten wird, können in der Folge die Planungen für die Trasse beginnen. In jedem Planungsschritt wird die Öffentlichkeit beteiligt und es bestehen Möglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger, zu den Plänen Stellung zu nehmen. „Zum derzeitigen Zeitpunkt existieren allenfalls Ideen, aber keine konkreten Pläne“ stellt Marcus Kitz abschließend klar.