Kinderlachen und Kinderschreien sind das lebendige Zeichen

13.02.2011

CDU Rhein-Sieg distanziert sich von Aussagen des Landesvorsitzenden der Senioren Union NRW

Die durch den Vorsitzenden der Senioren Union NRW losgetretene Diskussion über die Zulässigkeit des Lachens und Schreiens von Kindern in Wohngebieten, hat auch die CDU im Rhein-Sieg-Kreis und ihre Vereinigungen alarmiert. Für diese stellt Kinderlärm ein Zeichen einer lebendigen Gesellschaft dar, das genauso zum Alltag dazugehören sollte, wie ihren Ruhestand genießende Senioren.

„Ja, Kinder weinen, Kinder lachen und Kinder schreien, aber genau das ist auch gut so. Denn Kinder sind das lebendige und schöne Zeichen dafür, dass unsere Gesellschaft Zukunft hat. Wir sind daher erstaunt über die Aussagen von Leonhard Kuckart und distanzieren uns von solch kinderunfreundlichen Ansichten. In einer Gesellschaft, in der immer weniger Frauen Kinder bekommen, sollten wir nicht auch noch diejenigen stigmatisieren, die dem demographischen Wandel entgegenwirken, indem sie sich für ein Kind entscheiden. Das Lärmen von Kindern zudem als 'unzumutbare Lärmbelästigung' zu titulieren und den Lärmpegel mit dem 'Hämmern eines Pressluftbohrers' zu vergleichen, halten wir für verfehlt. Derartige Sichtweisen sind heutzutage mehr denn je fehl am Platze.“ erklärte die Kreisvorsitzende der CDU Rhein-Sieg Elisabeth Winkelmeier-Becker MdB.

Der Geschäftsführer der Senioren Union Rhein-Sieg Wilhelm Gunkel und der Vorsitzende der Jungen Union Rhein-Sieg Martin Schenkelberg ergänzen: „Ein Kindergarten in einem Wohngebiet ist keine lärmende Industrieanlage, sondern ein Zukunftshort. Eine Gesellschaft, die Ihre Kinder ausgrenzt, ist eine sterbende Gesellschaft, so dass Senioren Union und Junge Union Rhein-Sieg die Gleichsetzung von Kinderlärm mit Industrieemissionen als abwegig empfinden. Zum Leben gehört das Geschrei von Kindern genauso dazu, wie das Ruhebedürfnis Älterer. Wir sollten nicht durch lebensfremde Forderungen das friedliche Zusammenleben der Generationen erschweren, sondern an unserem Kurs festhalten, durch eine generationenübergreifende, konfliktfreie Politik den Zusammenhalt der Altersgruppen zu fördern.“

Die Bundesvorsitzenden der Senioren Union Otto Wulff und der Jungen Union Philipp Mißfelder MdB bemühen sich seit Jahren intensiv um eine gemeinsame Linie für alle Generationen. Ihre gemeinsamen Veranstaltungen zum Thema Generationengerechtigkeit finden über die Parteigrenzen hinaus Beachtung. Der Vorstoß, Kindertagesstätten in allgemeinen Wohngebieten generell zuzulassen, entspringt zudem dem Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung aus 2009. Gerichtlichen Klagen gegen normalen Kinderlärm soll in Zukunft die Grundlage entzogen werden. Dies erfordert eine Gesamtlösung im Bau-, Lärmschutz- und Zivilrecht, woran derzeit mit Hochdruck gearbeitet wird.