Katharina Gebauer ist die CDU-Direktkandidatin im Landtagswahlkreis 28

03.06.2016

Um 21.10 Uhr stand fest – die Nachfolgerin von Michael Solf als CDU-Direktkandidatin im Landtagswahlkreis 28 (Niederkassel, Siegburg und Troisdorf) ist jung, weiblich und heißt Katharina Gebauer. Die 29-jährige Sozial-Pädagogin aus Troisdorf setzte sich knapp gegen Sebastian Koch aus Niederkassel durch.

163 CDU-Mitglieder waren der Einladung der Kreisvorsitzenden Elisabeth Winkelmeier-Becker in die Troisdorfer Stadthalle gefolgt. Im entscheidenden Wahlgang stimmten 52 Prozent der Mitglieder für Katharina Gebauer. Auf Sebastian Koch entfielen 48 Prozent. Angesichts des knappen Ergebnis‘ zeigte sich die Siegerin erleichtert und versprach: „Ab sofort bin ich im Wahlkampfmodus! Ich werde mit Euch zusammen dafür kämpfen, damit dieser Wahlkreis in einem Jahr für die CDU zurückerobert wird.“ Der unterlegene Sebastian Koch sicherte der Siegerin seine volle Unterstützung im bevorstehenden Landtagswahlkampf zu: „Es ist noch ein langer Weg bis zur Wahl am 14. Mai 2017; da gilt es auch und vor allem, als CDU Geschlossenheit zu zeigen.“

Die Kreisvorsitzende Elisabeth Winkelmeier-Becker dankte auch Oliver Roth und Dirk-Ulrich Lauer, die in drei vorgeschalteten Vorstellungsrunden ihre Bereitschaft zur Kandidatur signalisiert hatten, aber zur finalen Aufstellungsversammlung am 2.6. in der Troisdorfer Stadthalle jedoch nicht mehr antraten: „Das war ein positives Zeichen für die innerparteiliche Demokratie und Beleg für eine engagierte Parteibasis. Die Zeiten, als Kandidaturen in Hinterzimmern ausgeguckt wurden, sind Gottseidank lange vorbei. Mit Katharina Gebauer präsentiert die CDU im Landtagswahlkreis 28 eine junge, engagierte Kandidatin, die mitten im Leben steht!“

Ein ganz herzlicher Dank ging auch an Michael Solf, der bereits zu Jahresbeginn signalisierte: „Ich bin jetzt 70 Jahre alt und seit beinahe 50 Jahren in der CDU. Viele haben mich in dieser Zeit getragen, einige ertragen. Nach 15 Jahren Landtag wird 2017 definitiv Schluss sein.“

Armin Laschet dankte seinem Siegburger Fraktionskollegen für die geleistete Arbeit: „Wer wie Michael Solf 1968 in die CDU eintrat, kann kein Freund des Zeitgeistes sein. Michael Solf schwamm nie mit dem Strom, stets hinterfragte er kritisch und konstruktiv, nahm nichts und niemanden für selbstverständlich hin. In meiner Zeit als Integrationsminister stand er mir loyal mit Rat und Tat zur Seite. Das habe ich nie vergessen.“

Zuvor analysierte der CDU-Landesvorsitzende in seinem Grußwort die aktuelle Lage im Land: „In NRW läuft es in die falsche Richtung. Statt vorwärts geht es an vielen Stellen im Land nur zurück.“ Im föderalen Wettbewerb der Bundesländer droht Nordrhein-Westfalen in vielen Bereichen noch weiter zurückzufallen. Ob beim Wirtschaftswachstum, der Bildungsqualität, der Beschäftigungsquote, der U3-Betreuung, dem Haushaltsdefizit oder der Aufklärungsrate von Straftaten: „Es gibt kaum einen Bereich, in dem Nordrhein-Westfalen im Bundesländervergleich nicht das Schlusslicht bildet“, so Laschet.

Traurige Spitzenplätze erreicht NRW regelmäßig in Sachen Stauaufkommen, Arbeitslosigkeit, Kinderarmut und der steuerlichen Belastung der Bürger in den Kommunen. „Nach dem Aufbau-Ost ist jetzt der Aufbau-West dran! Wenn in Leverkusen ein LKW nicht mehr über den Rhein fahren kann, dann ist das für den Wirtschaftsstandort NRW eine Katastrophe!“, stellte Laschet unter dem Beifall des Publikums fest. Das dies alles kein Zufall, sondern Folge einer verfehlten Politik der Landesregierung ist, das machten auch Katharina Gebauer und Sebastian Koch an etlichen Stellen in ihren Bewerbungsreden deutlich. „NRW wird unter Wert regiert“, so Elisabeth Winkelmeier-Becker, „und wir sind angetreten, das am 14. Mai 2017 nach der Landtagswahl zu ändern.“