Junge Union Rhein-Sieg bekennt sich zum Ausstieg aus der Kernenergie

16.03.2011

Siegburg, 16.03.2011 - Als Vertreter der Jugend fühlt sich die Junge Union (JU) Rhein-Sieg besonders der Generationengerechtigkeit verpflichtet. Die Kernenergie produziert Abfälle, die nachfolgende Generationen noch lange belasten werden. Deshalb bekennt sich die JU zum Ausstieg aus der Kernenergie und zur Förderung nachhaltiger regenerativer Energien.

„Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es weltweit noch kein entsprechendes Endlager gibt, muss unserer Ansicht nach eine Partei, die sich von einem christlichen Menschenbild leiten lässt und sich für die Bewahrung Gottes Schöpfung einsetzt, in besonderem Maße Verantwortung für künftige Generationen übernehmen. Eine zeitlich unbegrenzte und unreflektierte Nutzung der Kernenergie wird diesem Anspruch nicht gerecht", so Jonathan Grunwald, Vorsitzender der JU
Rhein-Sieg.

Die schrecklichen Ereignisse in Japan verdeutlichen, dass selbst in hochentwickelten Industriestaaten die Frage nach der Sicherheit von Atomkraftwerken nicht trivial ist, sondern nach wie vor aktuell ist. In Zukunft werden erneuerbare Energien einen Großteil unseres Energiebedarfs decken müssen, da auch fossile Energieträger endlich sind. Die JU Rhein-Sieg ist überzeugt, dass Deutschland auch aus wirtschaftlichen Gründen eine Vorreiterrolle im Ausbau erneuerbarer Energieträger einnehmen muss: „Als eine der höchst entwickelten Industrienationen verfügt Deutschland über das Wissen und die Möglichkeiten, auch bei den erneuerbaren Energien neue Entwicklungsmaßstäbe zu setzen und die Marke „Made in Germany“ noch stärker zu etablieren.
Dabei muss gewährleistet sein, dass die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gesichert bleibt“, macht Grunwald deutlich.

Die JU Rhein-Sieg erkennt an, dass der Umstieg aus der Kernenergie hin zu nachhaltigen regenerativer Energien ein langfristiger Prozess sein wird. Aufgrund der geringeren Grundlast bzw. der stärker schwankenden Stromproduktion erneuerbarer Energien, müssen die Netze in Deutschland ausgebaut und leistungsfähig gemacht werden. Nach Untersuchungen des Bundesumweltministeriums kostet das alleine in den nächsten fünf Jahren ca. 30 Milliarden Euro. Deshalb fordert Grunwald: „Dass dieser Ausbau durchaus im Spannungsfeld zu umweltpolitischen Maßnahmen steht, ist uns bewusst. Möglichkeiten wie Offshore-Windparks, Speicherkraftwerke und Überlandleitungen in Naturschutzgebieten müssen aber bei den Überlegungen mit
einbezogen werden. Daher fordern wir von allen Parteien eine ehrliche und transparente Klimapolitik, die sich von kurzfristig orientierten Protestbewegungen distanziert und sich zielführend für die Stärkung nachhaltiger regenerativer Energien einsetzt.“

Schlagworte: Zukunftsthemen, regenerative Energien