JU Rhein-Sieg begrüßte Klaus Otto Skibowski

02.03.2008

Rhein-Sieg-Kreis – Die Junge Union Rhein-Sieg hat in Kooperation mit der Jungen Union Sankt Augustin
und der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus zu einem Zeitzeugengespräch nach Bad Honnef
eingeladen. Zunächst führte Dr. Corinna Franz, die Geschäftsführerin der Stiftung die Teilnehmer
durch die Ausstellung und erläuterte die ersten Jahre des politischen Wirkens Adenauers als Oberbürgermeister
von Köln vor und nach dem Nazi-Regime und als ersten deutschen Bundeskanzler.

Alexander Rettig, stellvertretender JU-Kreisvorsitzender und Sascha Lienesch, JU-Chef aus Sankt
Augustin, hatten den in Sankt Augustin wohnenden Klaus-Otto Skibowski als Referenten gewinnen
können und ihn an die historische Stätte eingeladen. Für Skibowski eine Selbstverständlichkeit der
Einladung zu folgen, war er doch vor über 60 Jahren Mitgründer der Jungen Union in Hamburg und
Bremen und deutschlandweit für die Junge Union unterwegs und tätig.

Die Nachwuchspolitiker hörten gespannt den Episoden und Anekdoten von Skibowski zu, bei denen
besonders seine erste Rede auf einem Deutschlandtag der Jungen Union großen Anklang fand, da er
die Rede mit einem Satz von Churchill beendete und damit den damaligen Kanzler, Konrad Adenauer,
direkt ansprach: „Churchill zitiert gerne von den alten Griechen und die sagten „Die alten ab 60 sollten
raus aus der Politik – Herr Adenauer Sie sind 72“.

In der darauf folgenden Zeit arbeitete Skibowski als Pressesprecher für Adenauer und beriet ihn in
Fragen der Öffentlichkeitsarbeit. Skibowski hatte bereits große Erfahrungen im Journalismus aus seiner
Arbeit bei Tageszeitungen und dem Rundfunk.

Skibowski machte auch deutlich, wie wichtig die Junge Union gerade innerhalb der CDU ist. Auf die
Frage wo sich die JU innerhalb der CDU zwischen Revolte und völliger Anpassung bewegen sollte,
gab er den Nachwuchspolitikern den Rat, immer genau einen Schritt über die Grenze zu gehen. Impulse
in die Partei und die Politik im Allgemeinen zu geben sei ungemein wichtig, denn ohne neue Ideen
bleibt die CDU und ihre stetige Entwicklung stehen.

Bemerkenswert für die JU’ler war auch, dass sich Skibowski immer noch als JU’ler fühlte und dies in
seinem Vortag auch immer zum Ausdruck brachte. Gemeinsam stellte man fest, dass Christdemokraten,
die ihre Laufbahn in der Jungen Union begonnen haben, sich immer gerne an diese Zeit zurück
erinnern und sie als politische Findung empfinden, in der Zeit man seinen eigenen politischen Kompass
fände.

Mit lokalen Spezialitäten, einer Herrentorte aus Rhöndorf und einem Wein aus Königswinter, bedankten
sich Alexander Rettig und Sascha Lienesch bei dem Referenten für seinen lebhaften und aufschlussreichen
Vortrag.

Schlagworte: JU Mittelrhein, Skibowski