Florian Schröder aus Lohmar

04.06.2014

Diesen Monat: Florian Schröder aus Lohmar im Gespräch mit dem Kreismitgliederbeauftragten Simon Selzer

Hallo Florian, kannst du Dich unseren Leserinnen und Lesern einmal kurz vorstellen?

Mein Name ist Florian Schröder und ich bin 16 Jähre alt. Ich bin in Troisdorf  geboren und lebe in Lohmar-Birk. Ich gehe zur Zeit auf die Realschule in Lohmar. In meiner Freizeit spiele ich Tennis beim TuS Birk. Meine politischen Interessen habe ich vor allem in der Wirtschaftspolitik, aber das Thema Bildung liegt mir auch sehr am Herzen.

Viele jüngere Mitglieder der Union bewerten die Rentenpläne der Regierung als großen Fehler und haben ihnen gegenüber eine sehr kritische Haltung. Was hältst Du von der Einführung der Rente mit 63 und der Mütterrente?

Ich finde die Rentenreform von SPD-Frau Nahles ist ein Verbrechen an kommenden Generationen. Aber ich unterstütze die Mütterrente, weil sie denn Müttern einen gerechte Rente sichert und sie ein Anreiz seien kann wieder Kinder zu bekommen.

Mal ein ganz anderes Thema: Am 25. Mai waren Europawahlen. Welche Einstellung hast Du zu Europa und was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Ich finde die EU ist eine wichtige, friedensstiftende Gemeinschaft, aber Europa muss sich auch weiter entwickeln - sozial und wirtschaftlich. Und wir müssen versuchen noch näher zusammen zu rücken um eine starke Einheit zu werden und uns gegen andere Länder durchzusetzen zu können. Zum Beispiel gegenüber den USA bei dem Thema des Datenschutzabkommens.

Was hältst Du von einer EU-Erweiterung?

Beim Thema EU-Erweiterung bin ich sehr skeptisch. Wir sehen gerade an der Ukraine, dass wenn sich die EU immer mehr nach Osten verschiebt, Russland sich leicht in seinem „Machtbereich“ angegriffen fühlt. Was den Türkeibeitritt angeht: Ich finde, dass ein Land das Twitter verbietet, in den nächsten Jahren nicht in die EU eintreten sollte.

Du besuchst gerade die Realschule. Was strebst Du für einen Beruf an? Fühlst Du Dich durch die Schule gut darauf vorbereitet?

Meine Traumberufe wären Banker oder Bundesfinanzminister. Ich finde die Realschule in Lohmar ist eine hervorragende Schule mit tollem Lehrpersonal. Aber man muss auch in denn kommenden Jahren noch viel Geld und Zeit investieren, damit wir uns irgendwann mit Staaten wie Finnland oder Norwegen – etwa bei der Pisastudie – werden messen lassen können.

Welches politische Projekt möchtest Du unbedingt beschleunigt wissen?

Am wichtigsten ist es im Bund so wie in den Ländern und Kommunen einen soliden Haushalt zu erreichen. Als nächstes müssen wir eine PKW-Maut nach CSU-Vorschlag so schnell wie möglich umsetzen.

Wie beurteilst du die Finanzkrise und welche Konsequenzen müsste die Politik Deiner Ansicht nach hieraus ziehen?

Ich finde, dass Angela Merkel die Finanzkrise im Euroraum hervorragend gemanaged hat. Was jetzt nur nicht passieren darf ist eine Überregulierung durch die BaFin. Dies belastet nur denn deutschen Mittelstand. Als Beispiel dient hier das EMIR-Programm der BaFin. Auf EU-Ebene finde ich die Finanztransaktionssteuer eine Gefahr für die Europäischen Handelsplätze wie Frankfurt oder London. Alle Regierungen sagen seit Ludwig Erhard dafür, dass die Deutschen mehr in Aktien Investieren sollen, um z.B. ihre Renten absichern zu können. Jetzt muss man 25% Kapitalertragssteuer und auch noch Finanztransaktionssteuer zahlen. Da hört es für mich auf und ich hoffe, dass das Gesetz im Europäischen Rat noch gekippt wird.

Vielen Dank für das Gespräch.