Fachkräftemangel: Das Ende von Made in Germany?

07.11.2011

Fachkräftemangel: Das Ende von Made in Germany?
2. Rhein-Sieg-Gespräch von JU und MIT Rhein-Sieg
 
Bis 2025 werden dem deutschen Arbeitsmarkt bis zu 4 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Das prognostizieren Berechnungen angesichts des demografischen Wandels .Ob dies auch zu einer Schwächung des deutschen Wirtschaftswachstums führen könnte, darüber diskutierten Unternehmer, Ausbilder und Auszubildende bei einer Podiumsveranstaltung mit offener Diskussion. Sie fand statt im Rahmen der Rhein-Sieg-Gespräche, einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe der Jungen Union (JU) und der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Rhein Sieg. Ziel dieser Reihe ist der Dialog der Wirtschaft und der jungen Generation. „Um eine gemeinsame Zukunft zu gestalten, braucht es eine Verständigung über eine gemeinsame Richtung“, sind sich Jonathan Grunwald,  Kreisvorsitzender der JU und MIT-Vorsitzender Norbert Nettekoven sicher. Dieser gemeinsamen Richtung wollen die beiden Organisationen jedes Jahr durch ein gemeinsames Gespräch vorbereiten. Es soll als Auftakt dienen für gemeinschaftliche politische Initiativen.
Das diesjährige Thema stieß auf großes Interesse. Unter der Moderation von Andreas Stolze diskutierten in den Räumen der Fa. EMITEC in Lohmar Wolfgang Maus, Geschäftsführer der EMITEC, Marita Schmickler-Herriger, Leiterin der Arbeitsagentur Bonn/Rhein-Sieg, Siegfried Baumeister, Personalleiter der Voss Automotive GmbH und der Dualstudent Severin Wagner das komplexe Thema. Dabei stellte sich heraus: die Prognosen sind zwar ernst, derzeit besteht aber kein Grund zur Panik. „In unserer Region besteht noch kein Fachkräftemangel, wohl aber ein hoher Bedarf an qualifiziertem Personal“, beschrieb Marita Schmickler-Herriger die Situation. Wie dieser Bedarf auf Dauer gedeckt werden kann, dafür gibt es nach Ansicht der Teilnehmer viele Lösungsansätze.
Unabdingbar sei – darüber herrschte Einigkeit – eine optimale Bildung und Ausbildung, gefolgt von Spezialisierung und ständiger Weiterqualifizierung. Wichtig sei auch die Unternehmenskultur. „Innovation wird dort am besten gelingen, wo man die besten Mitarbeiter gewinnen kann. Gut geführte Unternehmen, in der gute Leute gerne arbeiten, werden auch in Zukunft auf der Gewinnerseite sein“, brachte es Siegfried Baumeister auf den Punkt. Wichtig seien auch die Rahmenbedingungen, dazu gehört die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie die Attraktivität der Region. Hier sind viele Institutionen gefragt, nicht zuletzt auch die Politik. Dazu stellte Wolfgang Maus fest: „Wir sind immer noch überdurchschnittlich, dies auch dank der Tatsache, dass sich politisch gekümmert wird. „ Den jungen Leuten riet Maus zu zupackendem Optimismus. „Gehen Sie beherzt nach vorne!“

Das Foto zeigt (v.l.n.r) Norbert Nettekoven, Kreisvorsitzender der MIT Rhein-Sieg, Siegfried Baumeister, Bereichsleiter Personal Voss Automotive GmbH, Marita Schmickler-Herriger, Leiterin der Arbeitsagentur Bonn/Rhein-Sieg Kreis , Wolfgang Maus, Geschäftsführer EMITEC, Severin Wagner, Dual-Student, Andreas Stolze, stellvertretender Kreisvorsitzender JU Rhein-Sieg, Jonathan Grunwald, Kreisvorsitzender JU Rhein-Sieg.

Schlagworte: Junge Union, MIT, Rhein-Sieg-Gespräch