Entscheidungen zum Eitorfer Krankenhaus weiterhin offen

13.11.2014

„In Düsseldorf hält man die Abteilung der Gynäkologie und Geburtshilfe am Standort Eitorf für entbehrlich. Diesen Eindruck haben wir leider auch beim Gespräch am 06.11.2014 mit Vertretern des Gesundheitsministeriums gewonnen“, so Landrat Sebastian Schuster und Landtagsabgeordnete Andrea Milz übereinstimmend.

Die Entfernungen aus dem östlichen Rhein-Sieg-Kreis zu den nächsterreichbaren Krankenhäusern in Troisdorf und Sankt Augustin seien „zumutbar“, so die Staatssekretärin des Ministeriums, Martina Hoffmann-Badache bei dem Treffen, um welches Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker, Landrat Sebastian Schuster und Landtagsabgeordnete Andrea Milz  bereits im September 2014 bei Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gebeten hatten.

„Wir wollten wissen, welche konkreten Versorgungsvorgaben die Landesregierung für die Fachbereiche Gynäkologie und Geburtshilfe vorsieht“, so CDU-Kreistagsmitglied Andreas Sonntag ebenso wie Toni Strausfeld, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender in Eitorf. „Die konkreten Festlegungen im Krankenhausplan für Chirurgie und Innere mit 15 bis maximal 20 km Entfernung gelten für die Gynäkologie und Geburtshilfe nämlich nur mit Einschränkungen. Uns war und ist nicht verständlich, woran genau die Notwendigkeit gemessen wird. Schließlich haben wir im östlichen Rhein-Sieg-Kreis teilweise Entfernungen von bis fast 50 km zur nächstgelegenen ärztlichen Hilfe!“

Im Verlauf des Gespräches wurde alternativ die Möglichkeit der Einrichtung eines haftungsrechtlich eigenständigen so genannten Geburtshauses in den Räumlichkeiten des Krankenhauses angesprochen, wie es bereits erfolgreich am St. Franziskus Hospital in Winterberg betrieben wird.

Sollte der jetzige oder neue Träger weiterhin Interesse an einer Geburtsstation haben, so teilten die Ministeriumsvertreter mit, dass die Betten im Bedarfsplan weiterhin enthalten sind.

gez. Andrea Milz MdL