Diskussion der Frauen Union: Wundertüte schöne neue Arbeitswelt

17.05.2016

Teilzeit, Minijobs, befristete Arbeitsverträge, Praktika, Zeitarbeit - über das „klassische“ Arbeitsverhältnis hinaus gibt es inzwischen einen bunten Strauß von Beschäftigungsmöglichkeiten und für jede Lebenssituation scheint etwas Passendes dabei zu sein. Aber manch Flexibles  ist in Wahrheit starr und kann zu einer Einbahnstraße werden. Betroffen sind zumeist Frauen.

Warum das so ist, welche Folgen die „schöne neue Arbeitswelt“ für die Beschäftigten haben kann und  welche gesellschaftspolitischen und arbeitsrechtlichen Fragen sich in diesem Zusammenhang stellen, haben Teilnehmerinnen der Veranstaltung der Frauen Union Königswinter und Bad Honnef mit den Referentinnen Frauke Fischer, Gleichstellungsbeauftrage Stadt Königswinter und Coach, und Ebba Herfs-Röttgen, Fachanwältin für Arbeitsrecht, intensiv erörtert .

Die Referentinnen stellten die verschiedenen Modelle der heutigen unterschiedlichen Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse und auch deren Fallen anhand konkreter Beispiele aus der Lebenswirklichkeit der anwesenden Frauen vor.

Der Einstieg in die Arbeitswelt mit Praktika, die Möglichkeit, die Arbeitszeit den persönlichen Verhältnissen anzupassen, klingt verlockend, birgt aber auch Fallen für den späteren Lebensweg, wenn sich die Lebenssituation wieder ändert.

Konkret gab es Fragen nach der Möglichkeit des Wechsels aus der Teilzeitstelle in eine Vollzeitstelle, der Befristung der Arbeitsverträge, sowie der Folgen für die soziale Absicherung. Und natürlich wurde auch die Frage angesprochen, wie sich der derzeitige Arbeitsmarkt und die Angebote gegenüber dem Postulat der Politik für die Rente mit 67 Jahren verhält.

Die lebhafte Diskussion der Themen zeigte den hohen Gesprächsbedarf sicherlich nicht nur der Anwesenden.