CDU: Verwirklichung des Lärmschutzes muss gemeinsames Ziel sein

04.02.2015

Der Landrat hat keinen Ermessensspielraum bei der Gebührenforderung an die Deutsche Bahn. Dies ergibt sich aus der Antwort auf eine Anfrage der CDU-Kreistagsfraktion. Die Bahn war nicht bereit, für die Geobasisdaten die vom Land vorgeschriebene Gebühr zu bezahlen. Die Daten sind Grundlage, um ein notwendiges Schallgutachten an der Bahnstrecke erstellen zu können, damit dort Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden können.

Gabriele Kretschmer, CDU-Kreistagsabgeordnete und Ortsvorsteherin für das lärmgeplagte Bornheim-Roisdorf, äußert die Hoffnung, dass die Bahn einlenkt und in den Lärmschutz investiert: „Wir müssen hier endlich weiterkommen. Den Anwohnern ist die Situation mit immer mehr lauten Güterzügen nicht länger zuzumuten. Das werden mittelfristig so viele, dass für zusätzliche Personenzüge, die die Roisdorfer selbst nutzen könnten, kaum Platz auf den Schienen sein wird. Hier werden Werte der Grundstücke vernichtet, die manch einer als Altersversorgung einkalkuliert hat.“

Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Oliver Krauß, meint: „Ich hoffe, dass die Bahn in die Daten und das Gutachten investiert und dass dieses dann die gewünschten Ergebnisse bringt, damit die Fördergelder fließen. Unabhängig davon müssen wir uns an vielen Stellen überlegen, ob wir nicht viel einfachere Mittel ergreifen können, um den Lärmschutz kurzfristig und kostengünstig zu verbessern. Beispielsweise bauen viele Menschen heute in ihre Gärten Gabionen ein, mit Steinen befüllte Drahtkörbe. Diese sehen ansprechend aus und absorbieren auch den Schall in beträchtlicher Stärke. Und auch die Verbesserung des Wagenmaterials führt hoffentlich bald zu weniger Lärm.“