CDU-und Grünen-Kreistagsfraktion wollen das Projekt

02.04.2008

Die Sprecherinnen der CDU –Kreistagsfraktion Heidi Rackwitz-Zimmermann und der
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Astrid Thiel haben bei den Beratungen des
Etats 2008 für das Haushaltsjahr 2009 25.000 € und das Haushaltsjahr 2010
50.000 € als Beitrag zum Projekt „Haus der Berufsvorbereitung“ beantragt.

Zur Begründung erklärt Heide Rackwitz-Zimmermann: „Aufbauend auf den in den
Kreisen Siegen- Wittgenstein und Olpe gewonnenen positiven Erfahrungen
beabsichtigt die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg mit ihrer
Weiterbildungs-GmbH ab dem Schuljahr 2008/09 das auf drei Jahre angelegte
Projekt „Haus der Berufsvorbereitung“ durchzuführen. Nach dem Motto „Fordern und
Fördern“ soll in dem Zeitraum ca. 210 Hauptschüler/innen aus der Region die
Möglichkeit geboten werden, durch eine zusätzliche Qualifizierung einen (fast)
sicheren Ausbildungsplatz zu erhalten. Dazu müssen sie – freiwillig – an einem Kurs
teilnehmen, der insgesamt rd. 570 Unterrichtsstunden mit verpflichtenden
betrieblichen Anteilen sowie einem Betriebspraktikum von insgesamt 6 Wochen in
den Schulferien enthält. Der Unterricht soll freitags von 14.00-17.00 Uhr und
samstags von 8.00-13.00 Uhr stattfinden.
Der inhaltliche Schwerpunkt der Vermittlung liegt zunächst im Bereich der
industriellen und handwerklichen Metall- und Elektroberufe sowie – insbesondere für
leistungsschwächere Schüler/innen –im Garten- und Landschaftsbau. Eine
Ausweitung auf andere Berufsfelder ist vorgesehen.“

Die Auswahl der Schüler/innen erfolgt durch den Träger in Abstimmung mit den
Hauptschulen, die auch während der Laufzeit des Projektes eng eingebunden
werden sollen, um eine bestmögliche, gemeinsame Beratung und Betreuung der
Schüler/innen zu gewährleisten.
Angestrebt ist eine Vermittlungsquote von 70 % der Schüler/innen, soweit sie an
mind. 90 % des Unterrichtes und dem Ferienpraktikum teilnehmen. Die Erfolgsquote
in den beiden eingangs genannten Kreisen liegt noch über diesem Wert.

Die Kosten des Projektes sind mit 1.130.000 € veranschlagt. Davon trägt die Agentur
für Arbeit 500.000 €, wenn die Wirtschaft einen Betrag in gleicher Höhe bereitstellt.
Nach Angaben der IHK sind von ihr bereits 250.000 € eingeworben worden. Der
restliche Betrag in Höhe von rd. 150.000 € soll von kommunaler Seite bereitgestellt
werden.

Astrid Thiel: „Wir sind gemeinsam der Auffassung, dass diese Fördermaßnahme eine
gute Chance gerade für (zur Zeit noch) weniger leistungsfähige, aber leistungsbereite
Schüler/innen darstellt, einen Ausbildungsplatz zu erlangen. Es ist sinnvoller, diesen
Schüler/innen eine Fördermaßnahme bereits während der Schulzeit zu bieten, als sie
nach der Schulzeit in der Sek. I-Stufe durch die bekannten Fördermaßnahmen wie
z.B. das Werkstattjahr an den Berufskollegs weiter zu qualifizieren. Dies entspricht
auch dem Ziel des Übergangsmanagements, Schülern und Schülerinnen möglichst
frühzeitig zu einem Ausbildungsplatz zu verhelfen.“

Über die finanziellen Beschlüsse hinaus wird die Verwaltung beauftragt, die
Einzelheiten der Umsetzung dieses Konzeptes mit der IHK zu klären und dem
Ausschuss für Schule und Sport die Ergebnisse zur endgültigen Beratung und
Beschlussfassung vorzulegen.

Pressedienst
CDU-Kreistagsfraktion
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg