CDU-Kreistagsfraktion will Bericht zur Thematik „Wohnen“ für Menschen

31.05.2005

CDU-Kreistagsfraktion will Bericht zur Thematik „Wohnen“ für Menschen mit Behinderungen im Rhein-Sieg-Kreis

Die CDU-Kreistagsmitglieder Uta Gräfin Strachwitz und Michael Donix fordern eine Aufarbeitung des Moduls „Wohnen“ für Menschen mit Behinderungen im Rhein-Sieg-Kreis durch die Verwaltung. Damit setzt die CDU-Kreistagsfraktion ihre bisherige Politik im Bereich der Behindertenhilfe konsequent fort. Mit dem Antrag vom 01.12.2003 hatte die CDU-Kreistagsfraktion
den strukturierten Aufbau der Behindertenhilfe im Rhein-Sieg-Kreis in Form von Bausteinen von für Menschen mit Behinderungen relevanten Lebensfeldern in Gang gesetzt, den mit den Bausteinen „Grundlagen“ und „Mobilitätsverbesserungen“ lösungsorientiert gefolgt wurde. So sollen z.B. in einer der nächsten Sitzungen der zuständigen Ausschüsse die besonderen Aspekte der Mobilitätsverbesserung für Menschen mit Behinderungen mit den Vertretern der
regionalen Verkehrsunternehmen diskutiert werden.
Nun wird vorgeschlagen, als weiteren Baustein das Lebensfeld „Wohnen für Menschen mit Behinderungen im Rhein-Sieg-Kreis“ zu erarbeiten. Kreistagsabgeordneter Michael Donix dazu:
„Dabei könnten beispielhaft folgende Fragestellungen verarbeitet werden, die sich auf das Wohnen in der Herkunftsfamilie erstrecken: 1. Wo und in welchem Umfang gibt es behindertengerechten Wohnraum im Rhein-Sieg-Kreis?
2. Welche finanziellen Fördermöglichkeiten bestehen für behindertengerechten Wohnraum?
3. Welche Unterstützungsleistungen stehen für behinderten Menschen im häuslichen Bereich zur Verfügung?
4. Wo sehen Betroffene und deren Angehörige Bedarfe, die bislang nicht oder nur unzureichend
5. gedeckt sind?“
Die Vorsitzende des Sozialausschusses des Kreises, Uta Gräfin Strachwitz ergänzt:
„Insbesondere in letzter Zeit ist der Presse zu entnehmen, dass verstärkt ambulante Wohnangebote für Menschen mit
Behinderungen geschaffen werden sollen, um die Kosten im stationären Wohnbereich zu entlasten. Hierzu interessieren uns folgende Fragestellungen:
1. Wie hoch ist der Anteil der Menschen mit Behinderungen in den Einrichtungen des Rhein-Sieg- Kreises zu beziffern, die in einer ambulanten Wohnform betreut werden könnten?
2. Wie hoch ist der Bedarf an Leistungen des ambulant betreuten Wohnens von Menschen mit Behinderungen zu sehen, die derzeit noch in ihren Familien betreut werden?
3. Welche Leistungen und Hilfen sind für den zu betreuenden Personenkreis erforderlich?
4. Wo könnten in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden geeignete Standorte im Rahmen
5. des ambulant betreuten Wohnens geschaffen werden?“
Nach Ansicht der CDU-Kreistagsfraktion sollte auch der stationäre Bereich unter dem Gesichtspunkt
„Wohnen“ einer fachlichen Betrachtung unterzogen werden. Hier könnten sich beispielsweise folgende Fragestellungen ergeben:
1. Wie viele Menschen mit Behinderungen des Rhein-Sieg-Kreises leben innerhalb und außerhalb des Kreisgebietes in stationären Einrichtungen?
2. Wie hoch wird der Bedarf an stationären Plätzen im Rhein-Sieg-Kreis in den nächsten Jahren gesehen?
Die Fragestellungen sollen nur einige Schwerpunkte aufzeigen und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die CDU-Kreistagsfraktion verspricht sich mit der Aufarbeitung des Bausteins „Wohnen“ ein Handlungskonzept, das sowohl der Sozialpolitik als auch der Verwaltung praktische Diskussions- und Arbeitsgrundlagen für die zukünftige Behindertenhilfe bietet.