CDU hakt kritisch bei Ausbauplänen zu Siegstrecke nach

06.05.2015
Pressemitteilung

Die CDU-Kreistagsfraktion fragt die Kreisverwaltung nach zahlreichen Details zum möglichen Ausbau der Siegstrecke. Die vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebene „Korridorstudie Mittelrhein“, die u.a. Möglichkeiten zur Entlastung des stark belasteten Mittelrheintales beurteilen sollte, hatte als einen möglichen Baustein den Ausbau der Siegstrecke vorgeschlagen.

Die CDU-Kreistagsabgeordneten aus dem Siegtal haben nun die Initiative gestartet und wollen weitergehende konkrete Informationen von der Kreisverwaltung haben. „Wir wollen wissen, mit welchem Güterverkehrsaufkommen wir bei einem Ausbau rechnen müssen und wie die Auswirkungen beim Lärmschutz und den Bahnübergängen abgefedert werden sollen. Die Furcht vor einem Ausbau sitzt tief bei vielen Anwohnern“ betonen Andreas Sonntag (Eitorf), Björn Franken (Ruppichteroth/Windeck), Martin Schenkelberg, Hans-Peter Höhner und Renate Becker-Steinhauer (alle Hennef).

Und weiter: „Uns ist bewusst, dass auch die Kreisverwaltung nicht alle Informationen hat, die zur Beantwortung nötig sind. Daher bitten wir auch explizit, dass die Verwaltung die notwendigen Informationen beim Bundesverkehrsministerium einholt.“

Bereits Ende März hatte die CDU-Fraktion nach dem weiteren Planungsverlauf gefragt, um fundierte Kenntnisse hierüber zu erhalten. Nachdem nun Zeit war, die umfangreiche Studie durchzuarbeiten, stellen sich konkretere Fragen nach Lärmschutz, Beteiligungsmöglichkeiten, Kosten-Nutzen-Relation, Alternativen und nach Auswirkungen auf den Tourismus im Siegtal.

Auch weisen die fünf Kreistagsabgeordneten darauf hin, dass noch bis Mitte Mai beim Bundesverkehrsministerium die sogenannte Konsultationsphase läuft. „Jeder kann sich per Email unter Mittelrheinstudie [at] bmvi.bund.de zu den Plänen äußern. Das Ergebnis der Studie wird mit den eingegangenen Kommentaren die Grundlage für die Bewertung im neuen Bundesverkehrswegeplan“ appellieren die Kreistagsabgeordneten, dass eine möglichst große Zahl Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung äußert.