Armin Laschet zu Besuch im Rhein-Sieg-Kreis

04.05.2017

Er kam mit Verspätung. Genau wie zigtausende Berufspendler und Autofahrer stand auch Armin Laschet mit seinem Wahlkampfbus im Stau.
 

Erst am Leverkusener Kreuz, dann später auf dem Kölner Autobahnring. Ein ganz „normaler“ Tag in NRW. „Wir haben uns tapfer durchgekämpft, aber schneller ging’s nicht“, begrüßte der Spitzenkandidat Armin Laschet die CDU-Landtagskandidatin für Niederkassel, Siegburg und Troisdorf, Katharina Gebauer, und die CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete, Elisabeth Winkelmeier-Becker, in Troisdorf vor der Zentrale von Rautenberg Media. Gemeinsam wurde das familiengeführte Medienunternehmen besichtigt, das mit 80 verschiedenen Zeitungstiteln schwerpunktmäßig im südlichen Nordrhein-Westfalen mit dem Slogan "Lokaler geht's nicht" als Informations- und Werbedienstleister aufgestellt ist. Die nächste Station der Stippvisite des CDU-Spitzenkandidaten lag ebenfalls im rechtsrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises. Am Anleger der Mondorfer Fähre warteten bereits der Niederkasseler Bürgermeister Stephan Vehreschild und der CDU-Vorsitzende Josef Schäferhoff auf Armin Laschet. „Schön habt ihr es hier!“, begrüßte Laschet die Bürgerinnen und Bürger, die zahlreich zum Rheinufer gekommen waren, um das schöne Wetter zu genießen und die Gelegenheit zu nutzen, um mit dem Spitzenkandidaten ungezwungen ins Gespräch zu kommen.  Höhepunkt des Abstechers an den Rhein: die Ehrung von Ingo Leser für 65 Jahre Mitgliedschaft in der CDU. „Das ist eine ganz schön lange Strecke, die sie mit der CDU gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen sind. Für diese Treue möchte ich Ihnen im Namen der CDU NRW ganz herzlich danken!“, so Laschet bei der Übergabe von Urkunde und Verdienstnadel an Ingo Leser. Und unerbittlich ging es weiter. Mit der Fähre wurde übergesetzt. Auf der anderen Seite stand schon CDU-Landtagskandidat Oliver Krauß parat, um Armin Laschet in seinen linksrheinischen Wahlkreis 27 zu geleiten. Im Tourbus ging es gemeinsam weiter Richtung Rheinbach, wo Bürgermeister Stefan Raetz,  Silke Josten-Schneider und der Bundestagsabgeordnete Dr. Norbert Röttgen auf den Spitzenkandidaten warteten. Zur Begrüßung wurde Armin Laschet ein Blumenstrauß zugesteckt. Der war allerdings nicht für den Spitzenkandidaten gedacht, sondern war das Geschenk für Gertrud Schmülling, die im Pfarrheim St. Martin ihren 90. Geburtstag feierte. Ein Tasse Kaffee später ging es im Tross auf die Hauptstraße hinaus und in drei Fach- und Einzelhandelsgeschäfte hinein. In der örtlichen Apotheke schlug dann das Team des RTL-Nachtjournals zu und interviewte den Spitzenkandidaten zum Versandapotheken-Urteil des EuGH. „Apotheken sind besonders in ländlich-strukturierten Regionen wichtige Stützen unseres Gesundheitssystems. Hier werden verschreibungspflichtige Medikamente nicht einfach nur an Kunden ausgegeben, sondern hier werden Patientinnen und Patienten kompetent beraten. Die Sicherung der örtlichen Apothekenstruktur ist deshalb ein klarer Handlungsauftrag für die Politik!“, so Laschet. Einen klaren Handlungsauftrag hatte auch der Assistent des Spitzenkandidaten, der daran erinnerte, dass man weiter nach Meckenheim müsse. Und dort war für 18 Uhr in der Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums alles für das große Finale gerichtet. „Schluss mit Schlusslicht!“, appellierte Laschet an die rund 180 Besucher im Saal, darunter die Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager und die Bürgermeister Bert Spilles und Dr. Rolf Schumacher. „Sei es bei der Bildung oder Infrastruktur – überall sind andere Bundesländer besser als das große Nordrhein-Westfalen. Und ich will auch nicht mehr erleben, dass der Platz vor dem Kölner Hauptbahnhof zu einer rechtsfreien Szene mutiert. Glauben Sie etwa, dass ein bayerischer Innenminister acht Stunden lang tatenlos zugesehen hätte, wenn sich Silvester solche Jagdszenen vor dem Münchener Hauptbahnhof abgespielt hätten?“ Kopfschütteln im Publikum. Laschet nutzte das betretene Schweigen im Saal und legte nach: „NRW braucht frische Kräfte, um wieder nach vorne zu kommen. Darum meine Bitte: wählen Sie am 14. Mai mit der ersten Stimme die Kandidatinnen und Kandidaten der CDU Rhein-Sieg und mit der zweiten Stimme die CDU! Der große und großartige Rhein-Sieg-Kreis sollte ab Juni unbedingt wieder mit vier Abgeordneten in Düsseldorf vertreten sein!“ Mit diesem Schlussappell verabschiedete sich Armin Laschet unter brausendem Applaus von der Bühne und entschwand in den Tourbus. Von Meckenheim ging es für den CDU-Spitzenkandidaten weiter zum letzten Termin des Tages in die Eifel. Hoffentlich ohne Stau.